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Bei „Who’s online?“ handelt es sich um ein Musik- und Theaterprojekt mit 50 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren (geplanter Beginn: Sept. 2009, Ende: Oktober 2010). Die Mitwirkenden können zwischen den Bereichen Bühnenbild, Drehbuch, Medien, Tanz, Theater, Orchester, Chor, Bandzusammenspiel und Gesang wählen und arbeiten bis zu den Gesamtproben unter fachlicher Anleitung in zwölf Gruppen.

Organisiert wird das Projekt von der Weststadtkonferenz, einer aus 50 Initiativen bestehenden Stadtteilrunde unter der Federführung von musa e.V., dem Kulturzentrum in der Göttinger Weststadt. Die Weststadtkonferenz hat sich zum Ziel gesetzt, zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesem schwierigen Stadtteil beizutragen, und verfügt mittlerweile über mehr als zehnjährige Erfahrungen bei der Durchführung soziokultureller Projekte (z.B. Weststadtrevue, Göttinger Filmpreis, Weststadtstory).
Nach den positiven Erfahrungen mit der Weststadtstory (www.weststadtstory.de) soll auch dieses Mal ein Musical entstehen. Mithilfe von Theatersequenzen wird die Handlung des Stücks erzählt. Wie der Projektname nahe legt, soll sich die Geschichte um die modernen Kommunikationsmöglichkeiten drehen, denn Internet und Mobiltelefone sind vor allem für Jugendliche von immenser Bedeutung.
Dadurch dass eine der fünf Aufführungen erstmals in der Projektgeschichte nicht in der Weststadt selbst, sondern am renommierten Jungen Theater in der Göttinger Innenstadt stattfinden soll, bekommen die Teilnehmer/innen zum einen die Möglichkeit, von professionellen Künstler/innen zu lernen, zum anderen bedeutet der Weg von Westen in die Innenstadt Göttingens auch einen wichtigen Schritt aus der Isolation hin zu mehr Integration.
Ziel des Projekts ist darüber hinaus die Auseinandersetzung mit Themen wie Identitätsfindung, Ausgrenzung und Freundschaft sowie deren künstlerische Bearbeitung. Außerdem sollen anhand der Verbindung von klassischen und modernen Musikrichtungen der Austausch und der Respekt unter den Jugendlichen gefördert werden.
Wenn sich 800 Zuschauer/innen die geplanten fünf Aufführungen ansehen, wäre dies ein Erfolg. Die Situation im Stadtteil soll über seine Grenzen hinaus bekannt und die Netzwerkbildung gefördert werden. Gleichzeitig soll gezeigt werden, dass die Weststadt besser ist als ihr Ruf. |